Die Gartendürre

Seit ein paar Tagen sieht man Berichte von den brennenden Feldern und Wäldern in Norddeutschland und ich bin darüber ganz schön erschrocken. Ja, von Kalifornien ist man sowas ja gewöhnt – aber von Deutschland?!

Auch in meinem Garten herrscht seit Wochen knochenharte Dürre. Da hat auch der lang ersehnte Regen vor zwei Tagen nicht viel verändert. Zu lange hatte es davor nicht geregnet und zu schnell kam die Hitze nach dem Regen wieder zurück.

Die Gartendürre im Biogarten | Selbermachen macht glücklich: : DIY, Nähen, Biostoffe, Biogarten #diy #nähen #biostoffe #garten

Deshalb kann ich euch diese Woche auch nur trostlose Bilder von meinem Garten zeigen. Es macht mich auch ganz schön traurig, wenn ich diese so ansehe…

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Dabei hatte ich auch zum ersten Mal an meiner Strategie, den Gemüsegarten nicht zu bewässern, gezweifelt. So viel Vorbereitung und Arbeit ist nun in wenigen Wochen einfach so vertrocknet. Die Pflanzen lassen ihre Blätter hängen, von den Bohnen kann ich gerade mal eine Handvoll ernten und an ein Nachsäen war bei dem trockenen Boden garnicht zu denken.

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Doch da ich nur aus der Trinkwasserleitung bewässern kann (die Zisterne ist schon lange leer), stehe ich weiterhin zu meiner Entscheidung nicht zu bewässern. Denn sogar die eingefleischten Gärtner in unserem Dorf, die auf Brunnenwasser zugreifen können, kommen mit dem Gießen nicht hinterher. Ich bin überzeugt davon, dass sich die Natur (und damit meine ich die restlichen angelegten Pflanzen im Garten) auch davon wieder erholen wird. Und ein paar Blüten kann man auf den Buschbohnen ja auch noch erkennen.

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Die Kinder wiederum genießen diesen ausgiebigen Sommer in vollen Zügen. Das Schwimmbad im Dorf ist schon seit Wochen sehr gut besucht – ein besseres Nachmittagsprogramm können diese sich im Moment auch nicht wünschen.

Währenddessen widme ich mich meinen Nähprojekten, denn für den Garten ist es sowieso viel zu heiß. Man kann sowieso nicht viel machen und zum Ernten gibt es auch sehr wenig. Ich bin ja schon gespannt, wie der Zuckermais mit der Trockenheit klarkommt und ob wir da was zu ernten haben werden. Des einen Freud, des anderen Leid. So ist es nunmal.

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Dieses Jahr ist die Wetterlage auch sehr untypisch. Natürlich verändert sich unser Klima durch die Erderwärmung, aber vor allem der omegaförmige Jet-Stream über Mitteleuropa hält momentan den heißersehnten Regen im Norden und der Mitte Deuschlands fern. Wogegen der Süden sogar zum Teil mit Überschwemmungen kämpft. Man wird sich in Zukunft auf die Veränderungen wohl irgendwie einstellen müssen. Wie kommt ihr denn so im Garten zurecht?

Liebe Gartengrüße,
Birgit

Verlinkt bei Samstagsplausch und einfachnachhaltigbesserleben.

8 thoughts on “Die Gartendürre”

  1. Ich habe meinen Gemüsegarten ja zum Glück am Haus, das mit einer Dachfläche von 160m² und einem (bald 2) an das Fallrohr angeschlossenen 1000L-Tank Regenwasser sammelt. So kommen wir – ohne Trinkwasser zu verschwenden – über die härtesten Zeiten. Ich in nur froh, dass die Nacktschnecken der Trockenheit anscheinend zum Opfer gefallen sind, oder sich zumindest weit weg verkrochen haben. Mit dem Regenwasser hab ich auch überhaupt kein schlechtes Gewissen beim Giessen, und so erfreuen wir uns schönster Salate, die ersten Tomaten beginnen zu reifen, und auch alles andere wächst gut. Der Knoblauch schien die Trockenheit regelnrecht zu geniessen und ist bereits grösstenteils geerntet.
    Dank meiner jüngsten Anschaffung, einem Gartenhäcksler, werde ich in nächster Zeit auch schön Mulchmaterial zubereiten, um unerwünschten Beikräutern und Trockenheit entgegenwirken zu können, hoffentlich, ohne damit die Schnecken wieder zu massenhafter Vermehrung anzuregen (mit grünem Mulch hatte ich da ja schlechteste Erfahrungen gemacht).
    Ich wünsche Dir viel Glück, dass doch noch öfter mal Regen kommt (gerne nachts, um den Kindern die Freude am Sommer nicht zu nehmen), und die Pflanzen die Dürre überlebt haben!
    LG,
    Antje von Lelonuk

  2. Da sieht dein Garten noch recht gut.
    Hier in Dresden hat es schon seit Wochen nicht mehr geregnet.
    Viele Pflanzen in unserem Garten werfen die Blüten ab und ernsten kann man nicht wirklich was.
    Ich hoffe das es mal wieder viel regnet.
    Aber leider wird sich diese Klimaextrem in den nächsten Jahren immer öfter zeigen.

  3. Wir hatten das gleiche Problem – ohne zu gießen sterben die Pflanzen fast. Wir haben es gelöst, indem wir ein Entwässerungssystem geschaffen haben, also fließt das Wasser von unserem Brunnen in den Garten und wird warm, wenn wir vom Brunnen zum Garten fahren.

  4. Liebe Birgit,

    Wir sind erst letztes Jahr umgezogen und waren ganz glücklich, als uns der Vermieter die “Pumpenküche” mit Brunnen zeigte. So können wir glücklicherweise ganz ordentlich gießen. Momentan bin ich tatsächlich ganz zufrieden, da ich in einem Anflug von Größenwahn massenweise Tomaten, Paprika und tatsächlich auch Wassermelonen vorgezogen hatte, ohne ein Gewächshaus zu haben. In jedem “normalen” Sommer hier im Norden wäre das wohl nach hinten losgegangen…. (deswegen hatte ich auch so auf deine Wildtomatensamen gehofft :) ) Aber in diesem Jahr gedeihen die Wassermelonen unfassbar gut. Ich kann 2 mal am Tag gießen und auch die Tomaten, Bohnen, Gurken und alles andere sehen noch gut aus. Aber ohne den Brunnen hätten wir in diesem Sommer definitiv verloren.
    Trotzdem werden wir für nächstes Jahr einen Plan für ein Gewächshaus machen müssen, schätze ich….

    Herzliche Grüße (und ich hoffe, dass der Regen, der hier heute morgen ganz ordentlich fällt auch bei euch vorbei schaut!)
    Marijke

  5. Liebe Birgit,
    schade für all Deine Bemühungen, das Wetter kann man (zum Glück) nicht beeinflussen. Aber sooooo schlecht sieht Dein Garten noch gar nicht aus. Hier im Norden hat es nach ewigem Sonnenschein (auch mal wirklich schön) endlich mal zwei Tage gegossen. Auf einmal sprießt es überall wieder.
    Leider habe ich noch keinen Garten, aber meinem meinem Balkongemüse und den bunten Bienenmischungen hilft auch nur gießen, gießen, gießen.
    LG Yvette

  6. Berlin hatte ja lange keinen Tropfen Wasser von oben gesehen. Aber heute Nacht ging es endlich wieder los. Die Natur bedankt sich. Das Wasser ist auf den Straßen fast nicht abgelaufen.
    Auf meiner Terrasse ist das Beregnen der Pflanzen eher ein kleine Problem. Da ich eine Menge Grün habe, das Wasser sehen will, habe ich mir ein Verbindungsstück für meinen Wasserhahn besorgt. Sehr praktisch, wenn man nicht mit 20 großen Gießkannen durch Haus muss.
    Hoffentlich hat der Regen nicht so viel kaputt gemacht.
    Lieben Gruß
    Andrea

  7. Liebe Birigt,
    bei uns am Niederrhein ist es auch sehr trocken. Alles gieße ich in meinem kleinen Garten nicht, aber für deine Wildtomaten reicht das Wasser aus unserer Regentonne. Die ersten Früchtchen werden auch schon reif. Und der Kürbis, der sich auf unserem Komposthaufen breit gemacht hat. wächst und blüht auch bei der Trockenheit, was mich sehr wundert.
    Die letzten drei Tage hatten wir jetzt zwar mal die eine oder andere Regenschauer, aber bei weitem noch nicht genug.
    Ich bin aber Optimist, der Garten wird sich schon erholen.
    Liebe Grüße
    Tina

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